Stefan Kwetkat
Warum spielt man(n) Bass? Nun.. die Frage ist in der Tat nicht ganz so einfach. *lufthol*
Historisches
Grundsätzlich habe ich als Akustik-Klampfer im Bereich Folk-Picking (mit den großen Vorbildern May, Lämmerhirt, Degenhardt u.a.), natürlich am Lagerfeuer bei den Pfadfindern, begonnen. Der Trompetenunterricht zuvor ist nach einem Jahr kläglich gescheitert, was aber eher am Lehrer als an mich lag… is klar, oder? Klavier schied von vornherein aus, da wir auch nich „Krösus“ waren oder hießen.
Irgendwann gibt man dann Unterricht und ein Schüler kommt auf den Gedanken „lass uns ma ne Band machen“. Naturgemäß stehen dann fünf Gitarristen zusammen – der mit dem kurzen Streichholz (in dem Falle der ehemalige Lehrer), schnappt sich den Bass. Ein paar Jahre später hab ich mir dann den Kontrabass gegriffen und kapiert, dass ich überhaupt nix von Intonation verstehe… geniale Töne bekomm ich zwar heute auch noch immer nicht aus der Kiste raus, aber ich hab zumindest viel darüber gelernt… damit hab ich den entscheidenden Vorteil gegenüber allen Möchtegernsolisten (=Gitarristen), die meinen Ihr „Sound“ käme aus der Elektronikkiste vorm Amp.
Bands
Musikalisch versuche ich eigentlich alles abzudecken… solange ein Bass darin vorkommt – Metall, Funk, Soul, Progressive Rock bis Jazz! (Frei nach Marius Müller Westerhagen:) Hauptsache geil und laut *gröhl*
- Ein leider viel zu früh gestorbenes Projekt war „Herzblond“ – teilweise findet man die Seiten noch im Google-Cache unter „Pauls Rosengarten“; das war Brauhaus-Musik für die blaue Stunde mit großem Bläsersatz.
- Seit langem bin ich auch bei der Kirchenband „Taktlos“ des BDKJ in Herne tätig – wir bringen Rock, Funk und Soul in die Kirche auf Basis des neuen, Schwerter Liederbuches
- In Frankfurt/Main durfte ich ein paar Jahre Teil von „Pitch Control“ sein; progressive Rock at its Best. Die Band stammte noch aus den „guten alten 80ern“, in denen man als Vorgruppe der immer noch aktiven IQ oder Marrilion auftrat.
- Natürlich kommt man in Frankfurt/Main nicht am Jazz vorbei, so dass ich dort öfter auch mal im Jazzkeller, bzw. in Hanau oder in diversen Pubs in der Umgebung mit dem Kontrabaß zu sehen war. Allerdings immer nur auf offenen Bühnen bzw. in Jam-Sessions…
- Wieder zurück in NRW (dieses Mal am Niederrhein) gabs dann viele kleinere Geschichten… die meisten nicht der Rede wert – schließlich will ich Euch nich langweilen *g*
- Zwischenzeitlich hat mich der Rockabilly-Hype erwischt… mit dem neuen Kontrabass sieht man mich auch bei „Honey and the Hotshots“
Equipment
- MusicMan Stingray-Kopie (nicht besser als das Original, aber noch ein bisl wuchtiger unten rum)
- 5-Saiter Ibanez BTB675-NTF
- Hartke LH-500 Bassamp
- Sansamp Bass-DI
- 2×12″ Box; früher mal ein Full-Stack (1×15+4×10), konnte aber keine Sau schleppen
- Effekt-Rig eigentlich keins. Früher wars mal ’ne Frequenzweiche, um dann getrennt einen EQ samt Kompressor anzusteuern
- Kontrabass aus der Schmiede „Wilfer“, datiert auf das Jahr 1921
- Rockabilly-Kontrabass mit Special Lackierung aus irgendeiner China-Schmiede… nicht gut, aber unzerstörbar (der Bass hat bei manchen Gigs eine „tragende Rolle“)
